Conwert – Planspiele um Immobilien

Conwert

Große Gesellschaften schielen auf Unternehmen, Conwert-Gründer Kerbler zeigt Interesse an einem Einstieg

Die Immobiliengesellschaft Conwert sorgt in der österreichischen Immobilienszene, und da vor allem in Wien, derzeit für eine Menge Gerüchte. Dem Vernehmen nach formieren sich bereits Interessenten, die das österreichische Immobilienportfolio der Gesellschaft übernehmen möchten. Dabei geht es um Vermögen von rund 850 Millionen Euro – die Gewerbeimmobilien der Conwert-Tochter Eco inbegriffen. Die allein dürften mehr als 300 Mio. Euro schwer sein und sollen verwertet werden.

Conwert wurde von Deutschlands größtem Immobilienunternehmen Vonovia übernommen, und dort hat man nie ein Hehl daraus gemacht, dass man am Österreich-Portfolio nicht rasend interessiert ist. „Wir haben Conwert wegen ihrer deutschen Immobilien gekauft, nicht wegen ihres Bestands in Österreich“, erklärte Vonovia-Chef Rolf Buch im August bei der Präsentation des Halbjahresergebnisses. Angesprochen auf den Zeitplan für einen etwaigen Verkauf der Conwert Österreich, sagt eine Sprecherin: „Derzeit prüfen wir alle strategischen Optionen“, man habe „für viele Portfolios Interessenten“ an der Hand.

Verschiebungen in der Branche

In Österreich schauten sich so gut wie alle großen österreichischen Immobiliengesellschaften die Conwert-Pakete genau an, heißt es in der Branche. In der hat es zuletzt einige Umwälzungen gegeben. Investor Ronnie Pecik etwa, konkret die ihm zuzuordnende RPR-Privatstiftung, hat im Frühling 11,35 Prozent an der S-Immo-AG übernommen. Trotz dieses kostspieligen Engagements wird ihm noch Kauflust in Österreich nachgesagt – und Interesse an Conwert-Immobilien.

Verflechtungen

Bei der Immofinanz, die 26 Prozent an der CA-Immo hält, dürfte das Interesse an der Conwert aber gering sein. Sie ist gerade dabei, ihr Russland-Geschäft abzugeben und muss dann den Merger mit der CA-Immo auf den Boden bringen. Von Wohnimmobilien hat man sich getrennt, dieses Konzept will die Gesellschaft auch nicht verwässern. Auf Wohnimmobilien, wie sie Conwert besitzt, ist die Buwog spezialisiert.

Die Verflechtungen von Immofinanz, CA-Immo und S-Immo (die auch kleine Beteiligungen an Immofinanz und CA-Immo hält) lassen manche Experten spekulieren, ob die Beteiligten daraus nicht eine Gruppe formen und der auch noch Conwert-Immos beifügen könnten – samt anschließender Verwertung.

Conwert-Gründer hat Interesse

Einer, der mit seinem Interesse jedenfalls nicht hinter dem Berg hält, ist der Gründer der Conwert, Günter Kerbler. Angesprochen auf einen etwaigen „Rückkauf“ der Conwert, die er an die Börse gebracht hatte, sagt Kerbler: „Ich habe Interesse. Ich würde Conwert Österreich weiter wachsen lassen und pflegen wollen.“ Bis irgendetwas davon aber wirklich spruchreif werden kann, müssen die deutschen Conwert-Eigner noch eine Hürde nehmen. Vonovia muss nämlich erst den restlichen Streubesitz der Gesellschaft auskaufen.

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Hallen und Geschäfte – 40.000 Hektar Leerstand

40.000 Hektar Leerstand – Der Flächenverbrauch und die Zersiedelung haben in Österreich ein enormes Ausmaß angenommen. Derzeit werden, wie berichtet, jährlich 0,5 Prozent der Agrarfläche beziehungsweise 20 Hektar pro Tag verbaut.

Ein wesentlicher Schlüssel, um die Bodenversiegelung zu reduzieren, ist die Revitalisierung brach liegender Flächen. Laut Umweltbundesamt stehen in Österreich Industriehallen, Gewerbeimmobilien und Häuser im Ausmaß von mindestens 40.000 Hektar leer. Das entspricht der Fläche Wiens.

Es brauche wirtschaftliche Anreizsysteme, um diese Flächen wieder zu nutzen, sagt Kurt Weinberger, der aus Oberösterreich stammende Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung. Das Unternehmen setzt sich seit einigen Jahren federführend für den Bodenschutz ein.

Sanierungen schaffen Jobs

Bei den Brachflächen anzusetzen, wäre „ein Beispiel, wie sich Ökologie und Ökonomie perfekt ergänzen können“, sagt Weinberger: „Sanierung schafft Arbeitsplätze und schützt gleichzeitig Ressourcen.“

Dass sich ein Großteil der brach liegenden Flächen in Privatbesitz befindet und die Immobilienpreise generell stark gestiegen sind, macht die Sache natürlich nicht einfacher.

Von außen sei das vorhandene Potenzial an nutzbaren Brachen schwer abschätzbar, sagt VP-Agrarlandesrat Max Hiegelsberger: „Unsere Gemeinden kennen geeignete Standorte und können als Informationsdrehscheibe wirken.“ Zuletzt hat FP-Wohnbau- und Baureferent Manfred Haimbuchner die Sanierungs-Verordnung novelliert. Die Förderungen wurden verbessert. Auch damit sollen Ortskerne belebt und die Bodenversiegelung eingedämmt werden.

„Täglich fallen rund drei Hektar ehemals genutzte Gewerbe- und Industrieflächen brach“, sagt Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker: „Diese könnten teilweise für Siedlungszwecke und Betriebsniederlassungen genutzt werden.“ Auf einem Hektar hätten rund zehn freistehende Einfamilienhäuser oder 100 bis 250 Geschoßwohnungen Platz.

Höher und tiefer bauen – 40.000 Hektar Leerstand

Die Hagelversicherung hat am Dienstag in Linz weitere Vorschläge präsentiert, um den Bodenverbrauch zu reduzieren:

  • Einrichtung einer österreichweiten Leerstandsdatenbank
  • Bauland-Widmungen auf der grünen Wiese sollen nur noch dann genehmigt werden, wenn die jeweilige Gemeinde nachweisen kann, dass es kein Potenzial mehr im Ortskern gibt
  • Besonders wertvolle landwirtschaftliche Agrarflächen sollen als „Vorrangflächen“ unter Schutz gestellt werden
  • Gebäude sollen vermehrt in die Höhe beziehungsweise in die Tiefe gebaut werden
  • Mehr öffentlicher Verkehr
  • Die Kommunalsteuer soll eine Landessteuer werden. Das ist wohl eine der umstrittensten Forderungen

Vier statt drei Geschoße zu bauen, das sieht Manfred Hochhauser, Chef der Wohnbaugenossenschaft Welser Heimstätte, als „wichtigen Beitrag, den Gemeinden liefern könnten“. Der Bodenverbrauch würde reduziert, die Kosten für Bewohner würden sinken. Hochhauser schlägt auch vor, die Raumordnungs-Kompetenz den Städten und Gemeinden zu entziehen und einer übergeordneten Behörde zuzuteilen – ähnlich wie in Deutschland.

Zahlen und Fakten

83.880 Quadratkilometer: Die gesamte Grundfläche Österreichs beträgt etwa 83.880 Quadratkilometer. 31.370 Quadratkilometer (rund 37 Prozent) stehen derzeit als „Dauersiedlungsraum“ zur Verfügung. Das sind die für Landwirtschaft, Siedlung und Verkehrsanlagen verfügbaren Flächen. Davon sind 4448 Quadratkilometer Bau- und Verkehrsflächen, der Rest sind Agrarflächen.

20 Hektar: In den vergangenen zehn Jahren wurden in Österreich durchschnittlich 20 Hektar pro Tag verbaut. Das entspricht 30 Fußballfeldern. Zuletzt hat sich dieser Wert schon verringert. Im Vorjahr waren es 16 Hektar pro Tag. Der Masterplan Ländlicher Raum des Agrarministeriums sieht aber eine weitere Reduktion des Flächenverbrauchs um 90 Prozent vor. Momentan sind es etwa 40.000 Hektar Leerstand.

1,8 Quadratmeter: Österreich ist dichter verbaut als viele andere Länder, so die Hagelversicherung. Die Supermarkt-Fläche beträgt 1,8 Quadratmeter pro Einwohner. In Bayern ist es ein Quadratmeter. Beim Straßennetz sind es 15 Meter pro Einwohner in Österreich und acht Meter in Deutschland.

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Umweltbewusstsein angesagter denn je

Umweltbewusstsein

Umweltbewusstsein ist auch im Büro nichts neues!

Seit 25 Jahren ist der Umweltbewusstsein in Büros an der Tagesordnung, aber bei weitem noch nicht ausreichendem Ausmaß.

Das Österreichische Umweltzeichen hat sich seit 1990 das Ziel gesetzt ökologische Trends zu beschleunigen. Das Büro passt natürlich perfekt ins Schema, da es ein Großverbraucher ist. Dieses Konzept kommt selbstredend nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch den Angestellten und den Unternehmen. Seit damals steht der umweltgerechte Konsum im Vordergrund, das erste Produkt war 1991 der „bene Ordner“. Inzwischen halten sich mehr als 3200 Produkte und Dienstleistungen an die Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens.

Mittlerweile gibt es etliche umweltfreundliche Lösungen, vom Büromaterial über Drucker bis zu Büromöbeln – alles im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Der Preis wird von der Nachfrage bestimmt

Anfangs waren die umweltbewussten Produkte rar und demnach entsprechend teuer. Inzwischen hat sich dies jedoch einschlagend geändert. Der Einkauf großer Mengen dieser Produkte auf die Gesamtmasse der Unternehmen gesehen rentiert sich enorm. Die umweltbewusste Kaufentscheidung liegt nicht mehr ausschließlich beim Preis – wichtig sind Qualität und Beschaffenheit der Produkte. Das Stichwort: Die Marktmacht gezielt nutzen.

Kauf und Gebrauch umweltfreundlicher Produkte ist ein unmittelbarer Beitrag zum Schutz der Umwelt. Die enormen Verbrauchsmengen zeigen auf, welche Verantwortung auf den Herstellern lastet. Vor allem bei produzierenden Unternehmen ist dieser Beitrag von hoher Wichtigkeit um die Gefahrenquellen für Gesundheit und Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Die wichtigsten Punkte für umweltfreundliche Büroartikel:

  • Langlebigkeit
  • Qualität
  • Umweltfreundliche Materialien
  • Umweltgerechte Produktgestaltung (Ökodesign)
  • Nachfüllbarkeit
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen
  • ressourcenschonende Verpackung

Exakt diese Kriterien werden vom Österreichischen Umweltzeichen garantiert und erfüllt. Mittlerweile zählen haufenweise Produkte und Betriebe zu den ausgezeichneten und sorgen für umweltmotivierte Kaufentscheidungen.

Um dieses Projekt zu fördern bietet eine Initiative des Umweltministeriums eine Hilfestellung an, denn die bedeutendste Frage von Einkäufer/innen stellt sich häufiger: Welche „grünen“ Werbebotschaften sind wirklich rentabel? Daher kann der Kunde in einem Online-Finder durch eine Liste diverser Artikel stöbern – kostenfrei natürlich.

Hilfreiche Tipps zum Thema Umweltbewusstsein in Büros finden Sie hier.

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Häufige Unfallursachen im Büroalltag

Unfallursachen

Stolpern und Ausrutschen gehören zu den häufigsten Unfallursachen im Büro, die immer wieder zu gebrochenen Knochen und geprellten Gliedmaßen führen.

Die Zeitungen berichten immer wieder von Arbeitsunfällen mit bösem Ende.
Die Schlagzeilen lauten reißerisch: „Sturz vom Kran: Mann tödlich verunglückt“ oder „Zerquetscht: Vom Gabelstapler an die Wand gedrückt“. So oder so ähnlich verlaufen Betriebsunfälle mit dramatischem Ausgang.

Im Arbeitsalltag der überwiegenden Mehrzahl der Arbeitnehmer sind solche Situationen glücklicherweise nicht präsent, weil sie sich in vermeintlich sicherer Umgebung aufhalten.
Sie arbeiten in einem Büro, sitzen überwiegend am Schreibtisch und bewegen sich höchstens einmal zum Kaffeeholen, zur Mittagspause oder für den Toilettengang durch die Firma.

Es ist dennoch ein Trugschluss anzunehmen, dass Arbeitssicherheit in einem Büro eine untergeordnete Rolle spielen würde. Sie ist ebenso wichtig wie auf Baustellen und in Handwerksbetrieben und sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Es gilt rechtzeitig zu erkennen wo Gefahren lauern, wie ihnen vorbeugend begegnet werden kann und welche Maßnahmen gesetzlich vorgeschrieben sind.

Vorsicht Falle: Stolpern und Ausrutschen als Unfallursache

Es klingt banal, doch Stolpern und Ausrutschen gehören zu den häufigsten Unfallursachen, die immer wieder zu gebrochenen Knochen und geprellten Gliedmaßen führen.

Ein nasser Flur wird unerwartet zu Glatteis, ein achtlos abgestellter Karton lässt unaufmerksame Mitarbeiter ins Straucheln geraten. Die Folge sind Stürze und schmerzhafte Verletzung. Daraus ergeben sich Fehlzeiten von Mitarbeitern und damit verbunden hohe Kosten für den Arbeitgeber.

Betriebe können und müssen sich darum kümmern, dass diese häufigsten Unfallursachen weitgehend von Grund auf ausgemerzt werden.
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz hat in der Broschüre „Gestaltung von Arbeitsstätten“ alles Wesentliche zusammengestellt, was den Arbeitsschutz betrifft.

Zum Thema Fußböden steht dort unter anderem folgendes:
„Fußböden: Keine Stolperstellen, befestigt, trittsicher und rutschhemmend.“

Verankert ist diese Anforderung in § 6 Arbeitsstättenverordnung (AStV). Die Verordnung präzisiert einen Passus aus dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG).
In § 22 Absatz 8 (ASchG) schreibt der Gesetzgeber ebenfalls die zu gewährleistende Bodenbeschaffenheit in Arbeitsstätten vor: „Die Fußböden in Arbeitsräume dürfen keine Unebenheiten, Löcher oder gefährliche Neigungen aufweisen. Sie müssen befestigt, trittsicher und rutschfest sein.“

Wege und Verkehrsflächen frei halten minimiert die Unfallursachen

Ein perfekt hergestellter Fußboden einer Arbeitsstätte nützt allerdings nichts, wenn Wege und Verkehrsflächen nicht frei sind. Eine ganz einfache und sehr effektive Maßnahme ist es, einen Betrieb regelmäßig aufzuräumen.
Das ist nicht alleine aus hygienischen Gründen erforderlich, sondern vor allem auch aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht.
In einem Büro ist es unkompliziert möglich, die Entsorgung zu organisieren. In Abhängigkeit von den Anforderungen der Entsorgungsbetriebe werden die Büros mit verschiedenen Mülleimern für Plastikmüll, Papier und Restmüll ausgestattet.

Die Mülleimer sollten mit zweckentsprechenden Abfallsäcken versehen werden, die so robust sind, so dass diese beim Entnehmen nicht reißen. Restmüll und Plastik ist am besten in verschließbaren Mülleimern aufgehoben, um eine Geruchsbelästigung zu vermeiden.

Wirtschaftlich arbeitende Firmen organisieren die Sammlung von Pappe, Plastik und Restmüll über eine Reinigungsfirma, die die Abfälle regelmäßig aus den Büros entfernt und sich dabei um die Bestückung mit passenden Abfallsäcken kümmert. Falls ein Büro mit größeren Müll- und Abfallmengen zu tun hat, zum Beispiel, weil es neu ausgestattet wird und Sperrmüll anfällt, dann ist dafür zu sorgen, dass der Sperrmüll keinesfalls auf den Fluren und Verkehrsflächen eines Betriebes abgestellt wird.

Fluchtwege müssen ohne Ausnahme frei bleiben. Am besten wird die Abholung des Sperrmülls zeitnah organisiert oder die zu entsorgenden Stücke werden in einem nicht frequentierten Raum so lange untergebracht, bis sie aus der Firma abgeholt werden.

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Österreich interessant für internationale Retailer

Retailer

37 internationale Retailer sperrten im Vorjahr ein Geschäft in Österreich auf, Hot-Spot war Wien.

„Fine Dining“ ist am Kommen

Österreich ist bei internationalen Einzelhändlern beliebt: Nach London, Paris und Moskau belegte Wien 2016 im Europa-Ranking, was Neueintritten auf den Markt betrifft, den vierten Platz. 29 internationale Marken- um vier mehr als 2015 – eröffneten im Vorjahr hier erstmals einen Shop. 37 waren es in ganz Österreich, darunter Marken wie Monki und Weekday. Das ergibt eine Erhebung von CBRE, die am Dienstag präsentiert wurde.

„Die Zahlen zeigen: Es wird weiter expandiert und Geschäfte sind weiter ein wichtiger Teil des Shoppings“, erklärte Walter Wölfler, Retail-Experte von CBRE. Trotz Online-Handels sei es internationalen Marken wichtig, stationär Präsenz zu zeigen.

Retailer organisieren Live-Events im Geschäft

Und während Buch- oder der Elektronikhandel flächenmäßig eher schrumpfen, sieht Wölfler in der Fashion-Branche wachsende Flächen. Hier gelte es, den Kunden ein Erlebnis – etwa durch Workshops und Live-Events auf der Geschäftsfläche – zu bieten und das gesamte Sortiment vorrätig zu haben: „Ansonsten ist die Enttäuschung des Kunden vorprogrammiert.“ Die Herausforderung sei aber, dass die Flächen auch wirtschaftlich funktionieren.

Generell werde bei Retailern immer mehr Wert auf die Standort-Qualität gelegt. Am beliebtensten waren bei internationalen Marken im Vorjahr die Mariahilfer Straße mit sieben Neueintritten, gefolgt von der SCS (die zwar in Vösendorf liegt, aber zu Wien gerechnet wurde) und dem Donauzentrum mit jeweils sechs Eintritten. Bei CBRE wird erwartet, dass Neupositionierungen von veralteten Einkaufszentren häufiger werden – und im Fall des Falles auch neue Nutzungen für Zentren angedacht werden.

Mehr Gastro-Flächen

Die meisten internationalen Händler, die 2016 nach Österreich kamen, waren aus Deutschland, gefolgt von Italien und den USA. Dominant war vor allem die Bekleidungsindustrie, die 46 Prozent der Ersteintritte ausmachte. Das könnte sich künftig ändern: International wird der Bereich „Food and Beverage“ immer wichtiger. Während früher in Einkaufszentren etwa fünf Prozent der Flächen für die Gastronomie vorgesehen waren, sind es heute bereits zehn bis 15, so Wölfler. Künftig seien auch 20 bis 30 Prozent denkbar. „Neben dem klassischen Food Court mit Fast Food wird Fine Dining entstehen“, prognostiziert er.

Im internationalen Ranking hatte Hongkong 2016 mit 87 neuen Marken zum zweiten Mal in Folge die Nase vorn, dahinter liegen London und Dubai. Berlin ist mit 21 Neueintritten abgeschlagen. Wölfler erklärt das damit, dass es in Deutschland auch Hot-Spots wie Hamburg und München gibt.

Das Potenzial in Österreich ist jedenfalls noch groß: Laut CBRE sind erst 38,3 Prozent der erfassten internationalen Einzelhändler in Wien vertreten. Für 2017 werden daher weitere große Namen erwartet, darunter der Sporthändler Decathlon sowie die Restaurantkette „Jamie‘s Italian“.

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Crowdfunding sorgt für Nachrang bei Anlegern

Schwarmfinanzierer – Crowdfunding ist in aller Munde: Man denkt dabei an die Finanzierung von Start-up-Unternehmen durch viele, viele Kleinanleger – die Crowd eben.

Tatsächlich aber stecken die meisten Schwarmfinanzierer ihr Geld in Immobilien. „Crowdfunding für Immobilien ist nicht nur der größte Bereich dieser Finanzierungsform, sondern auch der am stärksten wachsende“, sagt Tobias Leodolter, Gründer und Chef des Immo-Crowd-Investors Rendity.

Der 26-jährige Jurist hat 2015 mit der Schwarmfinanzierung begonnen und kann jetzt schon sein erstes Projekt zurückzahlen: In Berlin-Schöneberg hat der Immobilienentwickler fourreal einen Altbau erworben, revitalisiert und wiederverwertet. 300.000 Euro an Eigenkapital wurden über die Plattform Rendity von der Crowd geholt. Nur ein Jahr später haben sie den Privatanlegern 318.000 Euro zurückbezahlt – das erste erfolgreich abgeschlossene Immo-Crowdfunding in Österreich. Auf die sechs Prozent Rendite, die die Investoren erhalten haben, ist Leodolter durchaus stolz.

Im Juni soll das zweite Projekt von Rendity abgeschlossen werden. In der Sechsschimmelgasse im neunten Bezirk in Wien wurde ein Altbau mit 26 Wohnungen saniert. 130.000 Euro haben die Schwarmfinanzierer dazu beigetragen. Mit sechs Prozent verzinst sollen sie ihr Geld nun Mitte 2017 zurückerhalten.

Zwei weitere Immo-Projekte in Wien hat Leodolter mit Crowdfunding und Bankkrediten bereits ausfinanziert, ein drittes in der Antonigasse im 17. Bezirk in Wien sucht derzeit noch Privatanleger: Insgesamt 300.000 Euro mit einer angestrebten jährlichen Ausschüttung von sieben Prozent will Rendity einsammeln.

Crowdfunding sorgt für Nachrang bei Anlegern

Natürlich sind diese Traumrenditen in Zeiten von Nullzinsen auf Sparbüchern nicht ganz ohne Risiko. Crowd-Investoren sind schon bei so manchem Projekt auf die Nase gefallen. Meist ist ihre Finanzierung ein sogenanntes nachrangiges Darlehen. Das heißt: Im Konkursfalls sind sie die Letzten, die noch Geld erhalten. Zuerst kommen die Banken, die üblicherweise eine Hypothek auf die Immobilien haben, dann andere Gläubiger und am Schluss eben – wie der Name sagt – die Nachrangigen.

Bei Immo-Crowdfunding haben die Privatanleger, die bei Rendity ab 1000 Euro mit dabei sein können, aber immerhin einen Vorteil. Sie können das Objekt, in das sie Geld stecken, anschauen. „Immobilien sind für Anleger eben leicht verständlich“, sagt Leodolter. Kein Wunder daher auch, dass gerade das Immo-Crowdfunding in Österreich äußerst beliebt ist. Gut drei Millionen Euro des etwa 14 Millionen Euro starken Schwarmfinanzierungsmarktes entfallen auf Immobilien.

Für jene Privatanleger, denen die Zinshaussanierungsfinanzierung zu riskant erscheint, hat Leodolter nun Mietwohnungen gekauft, in die die Crowd ihr Geld stecken kann. Rendity hat von der CA Immo und JP Immobilien ein kleines Wohnungspaket in Erdberg (Laendyard) erworben und vermietet es. 200.000 Euro haben die Crowd-Investoren dazugezahlt. Sie sollen eine jährliche Rendite von drei Prozent erhalten und an der Wertsteigerung beteiligt werden.

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