7 inspirierende Coworking Spaces in Wien: Kreativ arbeiten in der Hauptstadt

Wien, die Stadt der Musik und der Kaffeehäuser, hat sich in den letzten Jahren auch zu einem Zentrum für Kreative entwickelt. Zahlreiche Coworking Spaces bieten nicht nur flexible Arbeitsplätze, sondern auch eine inspirierende Atmosphäre, die die Produktivität steigert. Hier stellen wir dir sieben besonders kreative Büroräume in der österreichischen Hauptstadt vor:

  1. TELEGRAF7.works: Dieser Coworking Space in Wien-Meidling besticht durch sein industrielles Design und eine lebendige Community. Hier treffen sich Freelancer, Startups und etablierte Unternehmen, um gemeinsam zu arbeiten und neue Ideen zu entwickeln.
  2. Ankerbrotfabrik Offices: In einer ehemaligen Brotfabrik gelegen, bietet dieser Coworking Space ein einzigartiges Ambiente. Die hohen Decken, die großen Fenster und die vielen Pflanzen schaffen eine helle und inspirierende Arbeitsatmosphäre.
  3. AULA X – Coworking Space im Palais Auersperg: Wer es etwas klassischer mag, ist in diesem Coworking Space im historischen Palais Auersperg genau richtig. Die elegante Einrichtung und die zentrale Lage machen diesen Ort zu einem besonderen Arbeitsplatz.
  4. Coworking Wildgarten: Dieser Coworking Space liegt etwas außerhalb des Zentrums und bietet eine ruhige und naturnahe Arbeitsumgebung. Ein großer Garten lädt zum Entspannen ein und fördert die Kreativität.
  5. Lakefirst: Dieser Coworking Space in Wien-Simmering ist ein Paradies für alle, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Hier wird auf umweltfreundliche Materialien und erneuerbare Energien gesetzt.
  6. Cowork Café Moedling: Dieses Coworking Café in Moedling verbindet die Vorteile eines klassischen Cafés mit denen eines modernen Coworking Spaces. Hier kannst du nicht nur konzentriert arbeiten, sondern auch köstlichen Kaffee und hausgemachte Kuchen genießen.
  7. andys.cc Aspernbrückengasse: Dieser Coworking Space in Wien-Leopoldstadt bietet eine große Vielfalt an Arbeitsplätzen, von Einzelbüros bis hin zu großen Gemeinschaftsräumen. Die zentrale Lage und die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr machen diesen Ort zu einem beliebten Treffpunkt für Kreative.

Warum Coworking Spaces in Wien so beliebt sind

Coworking Spaces bieten eine Reihe von Vorteilen, die traditionelle Büros oft nicht bieten können:

  • Flexibilität: Die meisten Coworking Spaces bieten flexible Mietverträge, sodass du deinen Arbeitsplatz ganz nach deinen Bedürfnissen anpassen kannst.
  • Netzwerk: In Coworking Spaces triffst du Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen und kannst dein berufliches Netzwerk erweitern.
  • Inspiration: Die kreative Atmosphäre und die vielen Veranstaltungen in Coworking Spaces fördern die eigene Kreativität.
  • Kostenersparnis: Coworking Spaces sind oft günstiger als traditionelle Büros, da sich die Kosten für Miete, Einrichtung und Infrastruktur auf mehrere Nutzer verteilen.

Fazit

Wien bietet eine Vielzahl von kreativen Coworking Spaces, die sich durch ihre individuelle Atmosphäre und ihr vielfältiges Angebot auszeichnen. Egal, ob du Freelancer, Startup-Gründer oder Mitarbeiter eines großen Unternehmens bist – in einem der vielen Coworking Spaces in Wien findest du mit Sicherheit den passenden Arbeitsplatz für dich.

T-Mobile kauft auf und baut aus

T-Mobile

UPC Austria erhält einen neuen Eigentümer, T-Mobile. Der Milliarden-Verkauf von Liberty Global an die deutsche Telekom muss noch von den Behörden genehmigt werden.

Die Deutsche Telekom baut ihr Geschäft in Österreich mit einer Milliardenübernahme aus. T-Mobile Austria übernimmt die Österreich-Sparte des Kabelnetzbetreibers Liberty Global, teilte das US-Unternehmen in Denver mit. Die Sparte UPC Austria mit ihren 654.000 Kunden werde dabei mit rund 1,9 Milliarden Euro bewertet.

Der Verkauf muss noch von den Behörden genehmigt werden. T-Mobile Austria erwartet den Abschluss der Übernahme (Closing) im zweiten Halbjahr 2018. Die erforderlichen Unterlagen sollen den Wettbewerbsbehörden und dem Telekom-Regulator in den nächsten Wochen übermittelt werden. Da es voraussichtlich zu keiner Übertragung von Mobilfunkfrequenzen kommen werde, seien weder die Rundfunk und Telekom Regulierungsbehörde (RTR) noch die Telekom-Control-Kommission (TKK) im konkreten Fall zuständig, erklärte die RTR am Freitag. „Wir gehen davon aus, dass die zuständige Wettbewerbsbehörde den Fall sorgfältig prüfen wird. Die RTR steht ihr dabei natürlich zur Verfügung, da wir den Markt am besten kennen“, sagte RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl.

„Der Zusammenschluss von UPC Austria und T-Mobile Austria ist einer der größten Deals der vergangenen zehn Jahre in Österreich“, so Eric Tveter, CEO Central Europe bei Liberty Global, in einer Aussendung am Freitag. Der von T-Mobile Austria gebotene Kaufpreis unterstreiche die „hohe Kompetenz“ von UPC Austria am österreichischen Markt. „Es entsteht ein neuer Mega-Player für Festnetz und Mobilfunk und dies ermöglicht eine neue Dynamik im Markt“, sagte Tveter.

Österreich im Liberty-Konzern von geringer Bedeutung

Das Österreich-Geschäft hat für Liberty Global keine große Bedeutung. 2016 steuerte es nicht einmal zwei Prozent zum Konzernumsatz von rund 19 Milliarden Dollar (16,02 Mrd. Euro) bei.

„Mit diesem Kauf setzt die Deutsche Telekom einen weiteren großen Schritt bei der Umsetzung seiner Strategie in unserem europäischen Footprint ein komplett konvergenter Operator zu werden“, so Srini Gopalan, Europavorstand der Deutschen Telekom, in einer Aussendung. Das übernommene Kabelnetzwerk sei „ein perfektes Match“.

Die Deutsche Telekom ist in Österreich mit dem Mobilfunker T-Mobile Austria vertreten. Erklärtes Ziel von Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges ist es aber, den Kunden möglichst viel aus einer Hand anbieten zu können – Mobilfunk, Breitbandinternet und Fernsehen. Zuletzt hatte T-Mobile mitgeteilt, in den Niederlanden sein größtenteils nur auf Mobilfunk ausgerichtetes Geschäft ebenfalls mit einem Festnetzanbieter auszubauen.

T-Mobile

T-Mobile – Neuer Anlauf für Gespräche mit Vodafone vermutet

Der Verkauf könnte für den Kabelkonzern aus dem Reich des US-Medienmoguls John Malone aber noch andere strategische Gründe haben: Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte die Transaktion die Türen öffnen, um wieder mit Vodafone ins Gespräch zu kommen. Mehrfach waren Verhandlungen mit den Briten zu einem Zusammenschluss großer Konzernteile gescheitert. In den Niederlanden arbeiten die beiden Unternehmen schon zusammen.

Liberty Global ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Anbieter von TV-Kabelnetzangeboten. Das Unternehmen mit seinen rund 41.000 Mitarbeitern ist in mehr als 30 Ländern aktiv. In Deutschland ist der Konzern mit Unitymedia in drei Bundesländern mit einem Kabelnetz vertreten. Größter Konkurrent ist hierzulande Vodafone nach dem Kauf von Kabel Deutschland.

Analysten und Börsianer begrüßten den Österreich-Kauf. Die zweite Übernahme innerhalb einer Woche zeige, dass sich die Telekom wieder auf Europa konzentriere, meinten Börsianer. Wolfgang Specht vom Bankhaus Lampe erklärte, dass es durch die Übernahme künftig einfacher werde, mit dem Marktführer Telekom Austria zu konkurrieren. Zudem werde die Markteinführung der nächsten Mobilfunk-Generation 5G leichter.

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AT Center Vienna – Großer Umbau steht an

AT Center Vienna

Das Konferenzzentrum bei der UNO City, AT Center Vienna, soll bis 2022 modernisiert werden. Geplant ist ein neues Zugangsgebäude und eine Überdachung des Vorplatzes mit dem sogenannten „Donausegel“.

Das AT Center Vienna wird einen großen Umbau erfahren – die Details dazu wurden Donnerstagnachmittag bei einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. So soll es ein neues Zugangsgebäude mit einem Skywalk und drei weiteren Eingängen geben. Zudem soll der Vorplatz mit einem sogenannten „Donausegel“ überdacht werden. Bis 2022 sollen die gesamten Bauarbeiten dauern, danach soll es unter dem Segel 4200 Quadratmeter zusätzliche Nutzungsfläche für Veranstaltungen geben.

Der Umbau liegt in der derzeitigen Struktur des Zentrums mit fünf Ebenen begründet, die eine flexible Planung erschwert, wie Susanne Baumann-Söllner, Vorständin des ACV, meint. Das Haus soll besser erschlossen werden – und auch der Vorplatz soll anders gestaltet und genutzt werden: „Der Vorplatz ist leer, die Öffentlichkeit hält sich dort nicht auf“, sagt Baumann-Söllner. Für den Radiologenkongress im März – mit mehr als 20.000 internationalen Teilnehmern einer der größten medizinischen Kongresse weltweit – werde etwa, um mehr Platz zu gewinnen, einmal im Jahr eine Halle auf- und wieder abgebaut. Das sei kostspielig. Wenn ein Kunde nicht das gesamte Gebäude mit fünf Ebenen buchen will, stehen einige Teile leer. Und es gibt auch keine direkten Verbindungen von den oberen Ebenen in die Ausstellungen. Dieses Problem will man nun mit dem Umbau lösen.

Optisch ist es vor allem der neue Vorbau, das rund 7000 Quadaratmeter große „Donausegel“, das besonders ins Auge sticht – und das nach den Plänen der Betreiber zur Landmark werden soll. Statt der – mittlerweile auch schon charakteristischen – Vorbaukonstruktion, der „Welle“, entsteht ein Bereich, der zum offen oder geschlossen zum städtischen Begegnungsraum werden soll. Dazu soll das Haus auch für mehr Kulturveranstaltungen geöffnet werden, die mehr Menschen hierher locken sollen. Insgesamt soll das Segel für zwei Monate pro Jahr überdacht werden und so eine Hallennutzung schaffen – dann, wenn es für besonders große Kongresse nötig ist. Den Rest des Jahres über soll der Platz offen sein.

AT Center Vienna

Das neue Zugangsgebäude soll die separate Begehung von vier Ebenen ermöglichen – es soll künftig leichter möglich sein, auch kleinere Veranstaltungen abzuhalten. Die bestehenden Terrassen sollen attraktiviert, das Dach begrünt werden. Von Aufenthaltsqualität spricht Architekt Much Untertrifaller, von der es auf der Donauplatte derzeit leider nicht allzu viel gebe. Und der „Introvertiertheit“ des derzeitigen Gebäudes, das geöffnet werden und künftig auch Passanten Einblicke ermöglichen soll.

Die Bauarbeiten von sollen von April 2019 bis Frühjahr 2022 – bei laufendem Betrieb. Ist eine Herausforderung für die laufende Bautätigkeit. Das Donausegel selbst soll schon pünktlich zum Radiologenkongress 2020 stehen, ab dann wird das Zugangsgebäude mit der Zugangsspange gebaut, das 2022 fertiggestellt werden soll.

AT Center Vienna – Bund und Stadt finanzieren gemeinsam

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 32 Mio. Euro. Finanziert wird es partnerschaftlich zwischen Bund und Stadt Wien – so übernimmt der Bund 65, die Stadt Wien 35 Prozent der Kosten. Das auch deswegen, weil der Kongresstourismus wichtig für die Stadt sei, wie Wiens Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) meint. Der Kongresstourist gebe laut Brauner doppelt so viel aus wie ein Freizeittourist – etwa 530 Euro pro Tag. Das habe Bedeutung für die Wirtschaftsentwicklung und auch für die Arbeitsplatzsituation. Allein der Radiologenkongress generiere eine Wertschätzung von 85 Mio. Euro pro Jahr. Die Kooperation zwischen Bund und Wien sei auch im Sinne eines starken Kongressstandortes, sagt Finanzminister und Eigentümervertreter Hartwig Löger, daher müssten „alle an einem Strang ziehen“.

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Österreich unattraktiv für Expats?

Expats

Großbritannien zählt mit den USA und Kanada zu den attraktivsten Destinationen. Trotz eines bemerkbaren Wandels in Richtung mehr Offenheit für Expats bleibt Österreich weit abgeschlagen.

Österreich ist für Experten aus den Bereichen Finanzsektor, Verkauf, Ingenieurswesen, Marketing oder Human Resources als Arbeitsort nur wenig attraktiv. Das zeigen die Ergebnisse der internationalen „Michael Page Trend Watch“- Erhebung, für die 18.352 Arbeitssuchenden weltweit beruht.

Die attraktivste Destination für Finanzexperten ist Großbritannien, gefolgt von den USA, Kanada, Spanien und Deutschland. Österreich liegt abgeschlagen auf Platz 20. Bei Verkaufs- und Marketing-Experten und Ingenieuren erreicht Österreich als Wunscharbeitsland nur den 17. Rang, bei den HR-Expats auf Platz 16.

Expats

Wirtschaftliche und kulturelle Faktoren für Expats

„Offensichtlich gelingt es nicht, die Vorzüge des Arbeitens und Lebens in Österreich weltweit zu vermitteln“, erklärt Christoph Trauttenberg, Director von Michael Page in Österreich. „Hier sind sowohl die Unternehmen, als auch die öffentlichen Stellen gefordert.“

Auffallend ist, dass unter den bevorzugten Ländern immer die USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien, aber auch die Schweiz zu finden sind. „Die Sogwirkung von einigen Ländern hängt sicher auch mit deren kulturellen Klima zusammen“, sagt Trauttenberg. Zwar konstatiert der HR-Experte in Österreich sehr wohl einen kulturellen Klimawandel in Richtung mehr Offenheit für Expats – innerhalb eines überschaubaren Zeitraums sei es aber unmöglich, mehr Attraktivität als die USA, Kanada und Großbritannien zu entwickeln.

Zudem seien auch die öffentlichen Stellen gefordert, einen positiven Brain Drain – also eine Zuwanderung qualifizierter Talente – zu erzeugen. Bisher haben Projekte wie die Rot-Weiß-Rot-Card aber nicht den Erwartungen entsprochen.

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Kein Angebot – keine Immobilien

Kein Angebot

Kein Angebot – Experten sehen den Grund für den Rückgang und die eingebrochenen Immobilien in fehlendem Angebot.

Besonders im Retail-Sektor gibt es heuer weniger Fertigstellungen „Wir sind im letzten Jahr mit unserer Prognose falsch gelegen“, verkündete Georg Fichtinger, Investment-Experte bei CBRE, am Montag bei einer Pressekonferenz.

Denn mit dem „relativ dramatischen Einbruch“ beim Investitionsvolumen habe im Vorjahr niemand gerechnet. Nach dem Rekordjahr 2015, in dem laut CBRE-Zahlen das Transaktionsvolumen bei 3,9 Milliarden Euro lag, war von einem weiteren Rekordjahr ausgegangen worden. Am Ende sind 2016 aber nur 2,7 Milliarden Euro geflossen. So wie auch in der Vorwoche schon bei einer Pressekonferenz der Konkurrenz, wird auch bei CBRE dafür aber keineswegs die fehlende Nachfrage verantwortlich gemacht.
Vielmehr gebe es nur wenige passende Produkte am Markt, zudem seien einige große Transaktionen im Vorjahr nicht mehr „geclosed“ worden. „Die Verkaufsprozesse dauern heute länger. Früher gab es den Druck, vor Jahresende zu verkaufen. Das ist heute nicht mehr so“, erklärte Fichtinger im Gespräch mit dem STANDARD.

Keine Blase

Für 2018 geht man in der Branche wieder von einem höheren Transaktionsvolumen aus. Mehrere größere Deals könnten schon im ersten Halbjahr über die Bühne gehen – etwa der Verkauf des DC Towers, der seit vergangenem Herbst am Markt ist. In Österreich seien Investoren nach wie vor fokussiert auf sehr gute Lagen, so Fichtinger – im Gegensatz zu Deutschland, wo mangels passender Objekte zunehmend auch auf schlechtere Lagen ausgewichen wird. „In Österreich sind wir in einer sehr guten Situation“, meint der Experte.

Eine entstehende Blase sieht er daher nicht. 2016 waren es mit 56 Prozent vorrangig österreichische Investoren, die am Markt unterwegs waren. Immer öfter sehen sich aber, wie berichtet, auch ausländische Investoren um. Für 2018 rechnet Andreas Ridder, Geschäftsführer von CBRE Österreich, beispielsweise mit steigendem Interesse von südafrikanischen Investoren, die in den östlichen Nachbarländern bereits zugeschlagen haben. Fortsetzen dürfte sich auch der Trend zu Forward Purchases, also des Verkaufs schon vor der Fertigstellung eines Objekts.

Kein Angebot – Büros begehrt

Die bei Investoren begehrtesten Assetklassen sind Büros (41 Prozent der Transaktionen), gefolgt von Hotel- und Retail-Immobilien. „Enttäuschend“ war das Vorjahr für Fichtinger in Bezug auf die Assetklasse Wohnen: Nur zwei Prozent des Transaktionsvolumens entfielen darauf. 2018 erwartet man bei CBRE aber eine wachsende Beliebtheit von Wohnimmobilien bei Investoren, insbesondere von Sonderwohnformen wie Studentenwohnen oder Seniorenresidenzen. Eine weitere Prognose: Die Spitzenrenditen gehen auch 2018 weiter leicht nach unten. „Wir gehen aber davon aus, dass 2017 das letzte Jahr ist, in dem die Preise so steigen“, meint Fichtinger.

Wenige neue Shopping-Flächen

Auch im Retail-Bereich sind Immobilien eingebrochen – kein Angebot. Es stehen Veränderungen für 2018 bevor: 2016 dürfte „eines der letzten großen Eröffnungsjahre“ gewesen sein, berichtete Retail-Experte Walter Wölfler. Ab heuer werde die Zahl an neueröffneten Shopping-Flächen „dramatisch“ abfallen, fortan gebe es hauptsächlich Sanierungen, Optimierungen und Erweiterungen von bestehenden Einkaufszentren. Die größte ihrer Art wird heuer wohl die Erweiterung des huma eleven im elften Bezirk von 30.000 auf 50.000 Quadratmeter sein. Insgesamt wird mit 37.000 Quadratmetern an neuen Shopping-Flächen gerechnet. Auch die Zahl der Neu-Eintritte internationaler Retailer werde wohl 2018 nicht mehr an die Vorjahre heranreichen, glaubt Wölfler. 2016 waren es 37 neue Einzelhändler bzw. Marken, die in Österreich den Markteintritt wagten.

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Berlinovo – 153 Gewerbeimmobilien stehen zum Verkauf

Berlinovo

Durch den Verkauf der Immobilien will das landeseigene Unternehmen Berlinovo ein Schlussstrich unter den Berliner Bankenskandal von 2001 ziehen.

Bürohäuser in München, ein Supermarkt in Kiel oder ein Laden in Castrop-Rauxel. Für ein Berliner Immobilienunternehmen in öffentlicher Hand ist das ein merkwürdiges Portfolio. Nur zu verstehen aus der Geschichte der ehemaligen Bankgesellschaft Berlin, die in den neunziger Jahren bundesweit und sogar im Ausland Schrottimmobilien kaufte und in dubiose Fonds steckte, deren Finanzrisiken 2002 vom Land Berlin übernommen wurden. Damals spannte der Senat einen Rettungsschirm für 21,3 Milliarden Euro auf.

Das Erbe dieses Skandals übernahm vor einigen Jahren der landeseigene Konzern Berlinovo, nachdem der Versuch, die milliardenschweren Risiken einer Sharia-Bank in Abu Dhabi zu übertragen, gescheitert war. Seitdem sind die Geschäfte mit dem finanziell kontaminierten Grundeigentum in ruhiges Fahrwasser gelangt.
Um den wilden Immobilien-Mix zu bereinigen, wurden 2014 rund 15.000 Wohnungen außerhalb Berlins abgestoßen (Projekt Phönix) und vor zwei Jahren wurden 28 Pflegeheime verkauft (Projekt Pegasus). Nun soll mit dem „Projekt Valentin“ bis 2020 der Schlussstrich unter den Bankenskandal gezogen werden.

Berlinovo – 40 bis 50 Einzelverkäufe pro Jahr

Der Aufsichtsrat von Berlinovo, der vom Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) geleitet wird, befasst sich am Mittwoch erneut mit dem Thema. Geplant ist, 153 Gewerbegrundstücke, verstreut auf elf Bundesländer, für 600 Millionen Euro zu verkaufen. Voraussichtlich in mehreren Tranchen. „40 bis 50 Einzelverkäufe pro Jahr sind machbar“, teilte die Finanzverwaltung auf Anfrage mit.

Die Immobilien stecken in Fonds der früheren Bankgesellschaft. Anfangs verteilten sich die Anteile auf zehntausende Kleinanleger, die vergeblich auf gute Renditen hofften. Doch 2005 begann Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) damit, die mit hohen Kredit- und Mietgarantien belasteten Fondsanteile aufzukaufen.
Mit gutem Erfolg. Inzwischen sind 99,5 Prozent der Fonds im Eigentum des Landes Berlin, während Berlinovo die Geschäfte der Fondsgesellschaften führt, die Immobilien bewirtschaftet und sich darum bemüht, die noch vorhandenen Finanzrisiken zu minimieren.

Für einen Teil der ehemals staatlich abgesicherten Garantien (derzeit in Höhe von 3,8 Milliarden Euro) müsste das Land Berlin – und somit die Steuerzahler – im Notfall immer noch einstehen. Die gute Nachricht ist: Der Wert des Grundvermögens ist dank des Immobilienhypes enorm gestiegen, ein Teil der Kredite konnte abbezahlt und die Mieteinnahmen stabilisiert werden. Wenn die Gewerbeimmobilien außerhalb der Stadt verkauft sind, kann sich Berlinovo auf den Berliner Wohnungsbestand einschließlich der lukrativen Apartments konzentrieren – und sich weiter wirtschaftlich konsolidieren.

Geschäftsform des Landesunternehmens soll vereinfacht werden

Außerdem sollen die noch vorhandenen Risikogarantien endgültig abgelöst und das Fondseigentum an Berlinovo übertragen werden. Und sobald dies möglich ist, sollen die 24 Fondsgesellschaften abgewickelt werden. Allerdings gibt es noch einige private Kleinanleger, die sich dagegen wehren und aus den Fonds partout nicht aussteigen wollen.

Eine Enteignung der Zeichner kommt nach Meinung externer Gutachter nicht in Betracht. Denkbar wäre ein Ausschluss der Minderheitsaktionäre gegen eine angemessene Barabfindung. „Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen“, hält sich die Finanzverwaltung bedeckt.

Bis 2020, bevor die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse für Bund und Länder greift, soll die staatliche Finanzabsicherung endgültig abgelöst sein. Damit will der Senat verhindern, dass die noch vorhandenen Kreditgarantien für die Fonds auf den Schuldenstand Berlins angerechnet werden, was den finanziellen Spielraum des Landes schmälern würde.
Ziel der gesamten Transaktion sei außerdem „eine deutlich einfachere Struktur“ des Landesunternehmens Berlinovo, so die Finanzverwaltung. Es sei nicht sinnvoll, die bisherige „extrem komplizierte Geschäftsform“ beizubehalten.

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